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Rodeo 2012 rotiert durch die Stadt! Vom 30. Mai bis zum 3. Juni wird die Münchner Freie Tanz- und Theaterszene an vielen – auch außergewöhnlichen – Orten durch das Münchner Stadtbild kreisen. Neben dem Schwere-Reiter-Gelände und anderen etablierten Spielorten der freien Szene, wie dem Muffatwerk und dem i-camp, wird Rodeo auch im öffentlichen Raum auftauchen und Spuren quer durch die Stadt ziehen. Uraufführungen und Neuent­deckungen sind ebenso zu sehen wie Stücke, für die sich nun eine zweite Gelegen­heit bietet.Besonders erfreulich ist, dass insgesamt 16 Inszenierungen zur Aufführung kommen werden.Das Festivalprogramm dieser zweiten Ausgabe des Festivals RODEO wurde durch zwei Fachjurys für Tanz (Susanne Traub & Katja Werner) und Theater (Dr. Renata Kaiser & Gabriella Lorenz) unter Beteiligung des diesjährigen Künstlerischen Leiters und Jurymitglieds Dietmar Lupfer ausgewählt. Zu sehen sind Projekte von Ammer & Console, der Bairishen Geisha, Philip Bergmann & Andrea Spreafico, Stefan Dreher, Monica Gomis, Urte Gudian & Ardhi Engl, Stephan Herwig, Hermann Hiller & Ralf Homann, Sebastian Hirn, Evelyn Hriberšek, HUNGER&SEIDE, Berkan Karpat, Anna Konjetzky, Alexeij Sagerer/proT, Richard Siegal/The Bakery und Sylvia Sobottka.

Das biennale stattfindende Festival RODEO ist eine Initiative des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und bietet den Münchner freien Tanz- und Theaterschaffenden ein Forum, in dem sie sich einem erweiterten Publikumskreis präsentieren können. Angesprochen werden neben den Fans der Freien Theaterszene auch die Besucher_innen, die sich zwar für experimen­telles Theater und zeitgenössischen Tanz interessieren, aber normalerweise die Spielorte der Freien Szene nicht besuchen und eher die arrivierten Theater der Stadt aufsuchen. Durch die Bespielung des öffentlichen Raumes soll auch ein nicht primär theateraffines Lauf­publikum auf dieses Festival aufmerksam gemacht und inüberraschende, theatrale Erlebnisse verwickelt werden.

Rodeo 2012 wird den Künstler_innen der lokalen Szene eine Plattform bieten, die bewusst nicht in festen Häusern, sondern regelmäßig im öffentlichen Raum, an ‚Un-Orten‘ bzw. an nicht als Kunsträume ausgewiesenen Orten ihre Inszenierungen zeigen. Künstlerinnen und Künstler kreiseln durch die Stadt und bringen sich als ‚Reflektionsmembran‘ gesellschaftlicher Prozesse ins städtische Leben ein. Attraktive architektonische Räume, wie das noch nicht eröffnete Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, werden ebenso zum interdisziplinären Spielraum, wie ein Bunker oder das Maximiliansforum.

Kommunikativer Treffpunkt des Festivals wird das Areal der Schweren Reiter sein. Hier wird ein Festivalzentrum als Plattform für Begegnungen, Diskussionen und Auseinandersetzun­gen eingerichtet. Im Gespräch mit Festivalmacher_innen, Künstler_innen und Kenner_innen der lokalen und nationalen Szenen soll der Charme der Freien Szene neu benannt werden.

Rodeo München 2012 ist eine Initiative des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

 

Copyright Fotos: Kathrine Altaparmakov